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BOS Digitalfunk

Das BOS Digitalfunknetz wird Schritt für Schritt in die Feuerwehren Eingegliedert.

Der digitale Funkdienst wird auf dem BOS-Frequenzband (380 MHz bis 400 MHz) betrieben und beruht auf dem TETRA System.

 

TETRA (TErrestrial Trunked RAdio) ist der einzige europaweit anerkannte ETSI-Standard für professionellen Mobilfunk in Digitaltechnik. TETRA ist ein zellulares digitales Bündelfunksystem für Sprach- und Datenübertragung und hat bereits eine lange Reise hinter sich, bevor dieses veröffentlicht wurde.

Hauptziel eines einheitlichen Funknetzes war und ist es, einen Standard zu schaffen, welcher die Bedürfnisse von BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) in Europa und auch darüber hinaus erfüllt.

1994 wurde das TETRA-MoU (Memorandum of Understanding) gegründet. Hauptziel von MoU war und ist es, den TETRA-Standard zu unterstützen und dessen Verbreitung zu fördern. Kurz darauf wurde die erste Version des TETRA-Standards veröffentlicht.

Am Beginn stand TETRA noch für Trans European Trunked Radio System, aufgrund des Interesses von Ländern auch außerhalb Europas für dieses System, wurde der Name geändert.
TETRA steht somit heute weltweit für TErrestrial Trunked RAdio.

 

TETRA ist ein rein digitales System und bietet die Möglichkeit der Sprachübertragung als auch verschiedene Möglichkeiten zur Datenübertragung, abhörsicher und verschlüsselt.

TETRA gewährleistet einen sehr schnellen Verbindungsaufbau von ca. 300 Millisekunden. Bei Mobilfunknetzes im GSM-Standard kann ein Gesprächsaufbau bis zu 5 Sekunden dauern. Über TETRA sind auch Gruppenrufe, Gruppenkommunikation, Gruppenrufe, usw. möglich.

TETRA verwendet zur Funkübertragung das Zeitschlitzverfahren TDMA (Time Division Multiplex Access). Es kann somit 4 Funkkanäle über eine 25kHz breite Frequenz übertragen. Somit kann die Frequenzökonomie um ein vielfaches gesteigert werden.

TETRA unterscheidet sich zu den analogen Funksystemen darin, dass es keine Funkkanäle mehr gibt, sondern jeder Benutzer einer oder mehreren Gruppen zugeteilt ist.
In besonderen Fällen können diese Gruppen auch zusammengeschaltet werden. Weiteres können neue Gruppen gebildet werden, um z.B. bei Großschadensereignissen eine Kommunikation zwischen verschiedenen Einsatzorganisationen zu ermöglichen.

Auch das Thema Sicherheit ist bei TETRA selbstverständlich. Sowohl Funkgespräche als auch Datenübertragungen werden automatisch verschlüsselt. 
Es können TETRA-Funkgeräte nur dann verwendet werden, wenn sie vom System auch Autorisiert sind. Ein gestohlenes oder verlorenes Funkgerät kann ganz einfach gesperrt werden und ist ab diesem Zeitpunkt praktisch wertlos.

TETRA blickt bereits auch Richtung Zukunft, daher wird bei der ETSI bereits TETRA Release 2 gearbeitet. Diese Release stellt eine Weiterentwicklung von TETRA dar, welche natürlich auf die derzeitig gültigen Standards aufsetzt. Daher ist eine permanente Abwärtskompatibilität gewährleistet, wodurch getätigte Investitionen auch langfristig geschützt werden.

TETRA Release 2 wird vor allem höhere Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung ermöglichen und auch neue Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenschaltung von TETRA- und anderen 3G-Netzwerken bieten (z.B. UMTS).
Weitere Möglichkeiten mit TETRA Release 2 sind z.B. die Entwicklung einer TETRA-SIM-Karte (SIM = Subscriber Identity Module), eine Roamingmöglichkeit zwischen TETRA und anderen Netzen wie GSM, GPRS, UMTS, usw.

Quelle: TETRA Home

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